Die Lagerung
der Destilate
Frisch gewonnene Destillate wirken im Allgemeinen geschmacklich unfertig und unharmonisch. Deshalb ist eine bestimmte Alterungs- und Lagerungszeit notwendig, da hier für die Entwicklung der Destillate wichtige Abbau- und Umwandlungsprozesse vor sich gehen, die das Destillat geruchlich und geschmacklich angenehmer und feiner werden lassen. Der „geschmackliche Höhepunkt“ bei reinen Schnäpsen (Edelbränden) wird sortenabhängig sehr unterschiedlich nach einer Lagerphase von einem halben bis drei Jahren erreicht. Gebräuchliche Lagergebinde:
Holzfässer (Eiche, Akazie, Kastanie):
Die Alterung der Destillate vollzieht sich in Holzfässern schneller als in anderen Lagerbehältnissen. Dem gegenüber steht allerdings ein relativ hoher Alkoholverlust (3-5 % pro Jahr) während der Lagerzeit. Bei Wein-, Apfel- und Zwetschkenbränden ist oft ein bestimmter Holzton im Geschmack erwünscht, wobei bei anderen Destillaten die Holzfasslagerung immer seltener, oder überhaupt nicht mehr angewandt wird.
Glasballons
Sind nach wie vor, speziell für kleinere Chargen, als bewährte Lagergefäße anzusehen (Nachteil: umständliche Handhabung).
Edelstahlbehältnisse
Werden heute am ehesten verwendet, da sie die hygienischste und arbeitstechnisch einfachste Variante darstellen.