Angesagte Aperitifs im Überblick und was sie so besonders macht
Ob auf der Terrasse, beim Grillabend oder als Auftakt für ein gemeinsames Abendessen – angesagte Aperitifs gehören längst zum guten Ton. Die Vielfalt reicht von klassisch bitter über fruchtig leicht bis hin zu sommerlichen Aperitifs mit wenig Alkohol
Angesagte Aperitifs im Überblick und was sie so besonders macht
Ob auf der Terrasse, beim Grillabend oder als Auftakt für ein gemeinsames Abendessen – angesagte Aperitifs gehören längst zum guten Ton. Die Vielfalt reicht von klassisch bitter über fruchtig leicht bis hin zu sommerlichen Aperitifs mit wenig Alkohol
Das Wichtigste in Kürze
Angesagte Aperitifs zeichnen sich durch leichte, fruchtige und herb-bittere Aromen aus, die den Appetit anregen und auf das Essen einstimmen.
- Aperitif kommt vom lateinischen „aperire" (öffnen) und bezeichnet ein Getränk, das vor dem Essen den Magen öffnet
- Der Trend geht zu fruchtigen Sprizz Varianten, regionalen Craft Spirituosen und Drinks mit weniger Alkohol
- Typisch für einen guten Aperitif sind herbe Bitternoten, Zitrusfrüchte und Kräuter, kombiniert mit Schaumwein oder Tonic
- Zum Aperitif passen salzige Häppchen wie Oliven, Grissini oder kleine Canapés
Was macht einen guten Aperitif aus
Der Begriff Aperitif leitet sich vom lateinischen Wort „aperire“ ab und bedeutet so viel wie „öffnen“. Gemeint ist damit das Öffnen des Appetits. Ein Aperitif ist also ein leichtes Getränk, das vor dem Essen serviert wird und den Magen auf die bevorstehende Mahlzeit einstimmt. Wer sich fragt, was ist ein Aperitif genau, findet die Antwort in dieser einfachen Funktion: Er soll Lust aufs Essen machen, nicht sättigen.
Typisch für einen gelungenen Aperitif sind herbe, bittere oder fruchtig-leichte Aromen. Zutaten wie Milch oder Ei haben in einem Aperitif nichts verloren, weil sie eher sättigen als den Appetit anregen. Stattdessen setzen gute Aperitifs auf Bitterstoffe, Zitrusfrüchte, Kräuter und eine angenehme Frische, die den Gaumen aktiviert. Ob als Spritz, Wermut oder leichter Longdrink mit Tonic, entscheidend ist immer die Balance zwischen Frische, Bitternote und Trinkfreude.
Doch ein Aperitif ist weit mehr als nur ein Getränk. Er markiert den Übergang vom Alltag zum gemeinsamen Genuss und bringt Menschen zusammen, bevor das eigentliche Essen beginnt. In Frankreich, Italien und Österreich ist dieses Ritual seit Jahrhunderten fest in der Esskultur verankert.
Woher die Tradition des Aperitifs stammt
Die Geschichte des Aperitif reicht weit zurück. Schon im antiken Griechenland und im Römischen Reich versetzten die Menschen ihren Wein mit Kräutern und Gewürzen, um die Verdauung anzuregen und den Körper auf die Mahlzeit vorzubereiten. Diese frühe Form des Aperitifs war weniger Genussritual als vielmehr ein medizinisches Mittel, denn Bitterstoffe galten als heilsam für den Magen-Darm-Trakt.
Im Mittelalter übernahmen Klosterbrüder diese Tradition und stellten bittere Kräuterelixiere her, die sowohl als Heilmittel als auch für den Genuss gedacht waren. Den entscheidenden Wendepunkt setzte 1786 Antonio Benedetto Carpano in Turin, als er den ersten modernen Wermut entwickelte. Damit legte er den Grundstein für die Aperitivo-Kultur, die sich im Laufe des 19. Jahrhunderts in ganz Italien und Frankreich ausbreitete.
In Italien entstand rund um den Aperitif eine eigene Lebensart. In Städten wie Mailand, Turin und Venedig trafen sich die Menschen am frühen Abend in Bars, tranken leichte Drinks auf Basis von Campari oder Wermut und aßen kleine Häppchen dazu, die sogenannten Stuzzichini. In Frankreich wurde der Apéritif zwischen 18 und 20 Uhr zum festen Bestandteil der Esskultur, begleitet von Käse, Oliven und feinen Canapés.
In Deutschland und Österreich war der Aperitif lange weniger verbreitet. Hier standen eher hochprozentige Verdauungsschnäpse nach dem Essen im Vordergrund. Das hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Die Aperitif-Kultur hat auch hierzulande Einzug gehalten und gehört vor allem in urbanen Gegenden und in der gehobenen Gastronomie zum festen Repertoire.
Warum alkoholfreie Aperitifs im Trend liegen
Wer heute nach Aperitif Getränken sucht, stößt immer häufiger auf alkoholfreie Varianten.
Hersteller investieren in aufwendige Destillationsverfahren und natürliche Zutaten, um komplexe Geschmacksprofile ganz ohne Alkohol zu kreieren. Besonders beliebt sind herbe Varianten mit alkoholfreiem Bitter und Tonic oder fruchtige Mocktails mit Beeren und Zitrusnoten. In Bars und Restaurants gehören anspruchsvolle alkoholfreie Drinks mittlerweile zum Standardangebot und sind für viele Gäste ein wichtiges Auswahlkriterium.
Neben dem gesellschaftlichen Wandel spielen auch praktische Gründe eine Rolle. Wer mit dem Auto unterwegs ist oder am nächsten Tag früh raus muss, greift zu einem alkoholfreien oder alkoholreduzierten Aperitif. Der sogenannte Low-ABV-Trend zeigt sich auch bei Drinks mit nur 6 bis 16 Prozent Alkoholgehalt, die deutlich leichter sind als klassische Spirituosen und trotzdem aromatisch überzeugen.
Aperitif Rezepte zum Nachmixen
Einen guten Aperitif muss man nicht unbedingt in der Bar bestellen. Mit den richtigen Zutaten gelingt ein gelungenes Aperitif Rezept auch zu Hause. Die folgenden vier Drinks stammen vom Hödl Hof und setzen auf hochwertige Edelbrände und Liköre aus eigener Herstellung. Von fruchtig-leicht bis mediterran-herb ist für jeden Geschmack der passende Drink dabei.
Das Besondere an diesen Rezepten ist die Qualität der Grundzutaten. Im größten Obstbaugebiet Österreichs gelegen, verarbeitet der Hödl Hof ausschließlich Früchte aus eigenen Obstgärten und destilliert nach altsteirischer Tradition in Kupferkesseln.
La Dolce Vita mit Zirberol und Grapefruit
Dieser mediterrane Longdrink ist ein echtes Highlight unter den leckeren Aperitifs und verbindet den waldigen Charakter von Zirberol mit der bittersüßen Frische von Grapefruit. Der Honig sorgt für eine dezente Süße, die das mediterrane Tonic mit seiner herben Note perfekt ausbalanciert. Das Ergebnis ist ein erfrischender Drink, der an laue Sommerabende in Südeuropa erinnert.
Für die Zubereitung gibst du
- 4 cl Zirberol
- 3 cl frischen Grapefruitsaft
- 1 cl Honig
in ein Longdrinkglas mit Eiswürfeln. Fülle das Glas mit mediterranem Tonic auf und verrühre alles vorsichtig. Mit einer halben Scheibe frischer Grapefruit dekoriert, wird der La Dolce Vita zum echten Hingucker. Wer den Zirberol Sprizz noch nicht kennt, sollte ihn unbedingt probieren.
Sommer with Eliz als fruchtiger Sprizz
Wer es fruchtig und prickelnd mag, liegt mit dem Sommer with Eliz genau richtig. Dieser sommerliche Aperitif basiert auf Eliz Sprizz, dem Aperitif vom Hödl Hof mit Mango und Holunderblüte. Die Kombination aus süßer Frucht und floralen Noten macht ihn zu einem besonders zugänglichen Drink, der auch bei Einsteigern gut ankommt.
Gib:
- 6 cl Eliz Sprizz zusammenl
- mit 3 cl Limettensaft
- 2 cl Zuckersirup
- und frischem Thymian
in ein Weinglas oder eine Coupetschale. Fülle mit Prosecco auf und verrühre alles sanft. Der Thymian bringt eine feine Kräuternote ins Spiel, die dem fruchtigen Grundton eine spannende Tiefe verleiht. Perfekt für laue Sommerabende auf der Terrasse oder als prickelnder Begrüßungsdrink, wenn Freunde vorbeikommen.
Kaiserin mit Marille und Lavendel
Die Kaiserin ist ein eleganter Longdrink, bei dem steirischer Marillenschnaps auf aromatischen Lavendelsirup trifft. Das Zusammenspiel aus der fruchtigen Wärme der Marille und den floralen Noten des Lavendels ergibt ein außergewöhnlich harmonisches Aromenspiel, das man so nicht oft im Glas hat.
Die Zubereitung ist denkbar einfach:
- 4 cl Marillenschnaps
- 2 cl Lavendelsirup
in ein Longdrinkglas mit Eis geben und mit Tonic Water auffüllen. Das Tonic bringt die nötige Spritzigkeit und lässt die floralen Noten des Lavendels sanft zur Geltung kommen. Wer den Drink optisch aufwerten möchte, dekoriert ihn mit essbaren Blüten. So wird die Kaiserin nicht nur geschmacklich, sondern auch visuell zum absoluten Highlight.
Inhalt: 0.7 Liter (28,27 €* / 1 Liter)
4.9 von 5 Sternen
4.9 von 5 Sternen
Styros Lemonade als mediterraner Begleiter
Die Styros Lemonade ist ein erfrischender Drink mit mediterranem Charakter, der sich hervorragend als Aperitif vor dem Essen eignet. Das Zusammenspiel aus Styros, frischem Zitronensaft, Honig und Minze ergibt eine natürliche Limonade, die angenehm leicht ist und trotzdem Charakter hat.
Shake:
- 6 cl Styros
- mit 2 cl Honig
- 10 Blättern Minze
- 3 cl Zitronensaft
kräftig auf Eis und gieße alles in ein Longdrinkglas. Fülle mit Soda auf und lass den Drink einen Moment durchziehen. Die Minze entfaltet dabei ihr volles Aroma und verbindet sich mit dem Honig zu einer angenehm süßlich-frischen Note. An warmen Tagen ist die Styros Lemonade genau der richtige Begleiter, egal ob zum Grillen, auf der Gartenparty oder einfach so zum Feierabend.
in ein Longdrinkglas mit Eis geben und mit Tonic Water auffüllen. Das Tonic bringt die nötige Spritzigkeit und lässt die floralen Noten des Lavendels sanft zur Geltung kommen. Wer den Drink optisch aufwerten möchte, dekoriert ihn mit essbaren Blüten. So wird die Kaiserin nicht nur geschmacklich, sondern auch visuell zum absoluten Highlight.
Der perfekte Begrüßungsdrink für Gäste
Ein gelungener Begrüßungsdrink setzt den Ton für den gesamten Abend. Er signalisiert deinen Gästen: Schön, dass du da bist. Dabei geht es weniger um den aufwendigsten Cocktail als vielmehr um einen Drink, der leicht und erfrischend ist, zum Essen hinführt und die Gespräche in Gang bringt.
Ob klassischer Spritz, ein fruchtiger Longdrink oder ein eleganter Aperitif mit Schaumwein, die Auswahl orientiert sich am Anlass und an den Vorlieben deiner Gäste.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Die Frage, welche Aperitifs es gibt, lässt sich kaum in einem Satz beantworten. Von klassischen Spritz-Varianten über Wermut und Sherry bis hin zu modernen Craft-Aperitifs ist die Bandbreite enorm. Entscheidend ist, dass der gewählte Drink zum geplanten Menü passt und dessen Aromen ergänzt, nicht überlagert.
Vor einem reichhaltigen Menü eignen sich leichte, bittere Drinks besonders gut, weil sie den Magen aktivieren, ohne ihn zu belasten. Vor leichteren Speisen harmonieren fruchtige Aperitifs mit Zitrus- oder Beerennoten hervorragend. Im Sommer darf es gerne spritziger und fruchtiger sein, während im Winter wärmere Aromen wie Honig, Zimt oder Gewürze für Gemütlichkeit sorgen.
Denk auch daran, immer eine alkoholfreie Variante anzubieten, damit sich alle Gäste wohlfühlen.
Der Aperitif soll den Appetit anregen und nicht das Essen ersetzen. Wer sich inspirieren lassen möchte, findet in der Übersicht der zehn besten Aperitifs weitere Ideen für jeden Anlass.
Tipps für die Präsentation und das richtige Glas
Das richtige Glas macht beim Aperitif einen größeren Unterschied, als man denkt. Bauchige Weingläser eignen sich ideal für Spritz-Varianten, weil sie den Aromen Raum zum Entfalten geben. Tumbler sind die erste Wahl für kräftigere Drinks auf Eis, während Longdrinkgläser bei Highballs mit Tonic oder Soda am besten funktionieren.
Frische Garnituren werten jeden Drink optisch und aromatisch auf. Zitrusscheiben, Kräuterzweige wie Thymian oder Rosmarin und essbare Blüten machen aus einem einfachen Aperitif etwas Besonderes. Eiswürfel sind dabei Pflicht, denn sie kühlen den Drink und setzen die Aromen langsam frei.
Ein kleiner Tipp für den perfekten Empfang: Bereite die Drinks vor und stelle sie auf einem schönen Tablett bereit, das deine Gäste direkt an der Tür in Empfang nimmt. Dazu ein paar salzige Häppchen wie Oliven, Grissini oder kleine Canapés, und der Abend kann beginnen.